Michelin

Michelin Strategie 2030: Bis zu einem Drittel des Umsatzes außerhalb des Reifengeschäfts

• Konkrete Ziele für nachhaltiges Wachstum
• Neue Wachstumsfelder außerhalb des Reifengeschäfts
• Erstes Etappenziel wird im Jahr 2023 erreicht

Frankfurt, 12. April 2021: Auf dem Capital Markets Day am 8. April stellten Florent Menegaux, CEO der Michelin Gruppe, und Yves Chapot, Generaldirektor und Finanzvorstand, die „All Sustainable“-Strategie 2030 (Michelin in Motion) vor, gemeinsam mit allen Mitgliedern der Konzernleitung.
Die Vision „All Sustainable“ setze dabei auf eine Balance der drei Dimensionen Mitarbeiter, Umwelt und Wirtschaftlichkeit, wie Menegaux erläuterte. Er stellte in diesem Zusammenhang auch die ambitionierten Ziele des Konzerns bis zum Jahr 2030 vor: Sie basieren auf insgesamt zwölf ökologischen, sozialen, gesellschaftlichen und finanziellen Leistungskennzahlen.

Konkret fokussiert sich die Michelin Gruppe auf folgende Ziele:

Mitarbeiter

  • Das Mitarbeiterengagement steigt auf mehr als 85 Prozent.
  • 35 Prozent der Führungspositionen sind mit weiblichen Führungskräften besetzt.
  • Mit einer TCIR1 von weniger als 0,5 setzt Michelin weltweit Standards bei der Arbeitssicherheit.

Umwelt

  • Michelin reduziert den CO2-Ausstoß im Scope 1 und 2 (um 50 Prozent im Vergleich zu 2010) sowie im transportbezogenen Bereich Scope 3 deutlich. Ziel ist es, in allen Scopes bis 2050 klimaneutral zu werden.
  • Der Anteil nachhaltiger Rohstoffe in allen Michelin Produkten soll bis 2030 auf 40 Prozent, bis 2050 auf 100 Prozent steigen.

Wirtschaftlichkeit

  • Michelin wächst nachhaltig – mit einem durchschnittlichen Umsatzanstieg von 5 Prozent pro Jahr zwischen 2023 und 2030, sobald die COVID-19-Krise vorüber ist.
  • 20 bis 30 Prozent des Umsatzes erzielt Michelin außerhalb des Reifengeschäfts.
  • Michelin erreicht eine signifikante Wertschöpfung mit einem ROCE (Return on Capital Employed) von jeweils mehr als 10,5 Prozent zwischen 2023 und 2030.

 

Wachstumsfelder außerhalb des Reifengeschäfts

Michelin wird das Reifengeschäft weiter ausbauen, weiter investieren und den Reifenmarkt auch künftig mit Innovationen prägen. Sehr gute Wachstumschancen für die Michelin Gruppe ergeben sich hierbei vor allem durch ein geändertes Mobilitätsverhalten in Folge der COVID-Pandemie sowie durch den aufstrebenden Markt für Elektrofahrzeuge: In diesem Segment ist Michelin bei der Entwicklung und Herstellung von Reifen bereits heute Technologieführer. Im Bereich Straßentransport will die Michelin Gruppe punktuell wachsen. In den Segmenten Bergbau, Baumaschinen, Landwirtschaft, Flugzeuge und andere Spezialreifen will Michelin seine führende Position behaupten – das Unternehmen profitiert hier von der breiten Diversifizierung seiner Produkte und Dienstleistungen.

Angetrieben von seiner Innovationskraft und seiner umfassenden Materialexpertise will Michelin in fünf Geschäftsfeldern rund um Reifen und darüber hinaus stark expandieren: in den Bereichen Services & Solutions, flexible Verbundwerkstoffe, medizinische Geräte, 3D-Druck von Metallen und Wasserstoffmobilität.

  • Im Bereich Services & Solutions wird der Konzern sein Portfolio an Flottenlösungen weiter ausbauen, insbesondere durch IoT-Lösungen und die hierdurch gesammelten Daten.
  • Michelin strebt darüber hinaus auch ein deutliches Wachstum im schnell wachsenden2 Markt für flexible Verbundwerkstoffe (Förderbänder, Gurte, beschichtete Gewebe, Dichtungen usw.) an. Hierfür setzt das Unternehmen seine Mergers-and-Acquisitions-Strategie fort, neue Geschäftsfelder werden konsequent gefördert.
  • Auch in medizinischen Geräten sieht Michelin Wachstumschancen für die kommenden Jahre.
  • Im Bereich des 3D-Drucks von Metallen hat der Konzern durch AddUp, seinem Joint Venture mit Fives, eine umfangreiche Expertise entwickelt, um u.a. Automobilherstellern maßgeschneiderte Lösungen anzubieten.
  • Im Bereich Wasserstoffmobilität strebt die Michelin Gruppe mit Symbio, ihrem Joint Venture mit Faurecia, eine weltweit führende Position bei Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen an.

 

Erstes Etappenziel wird im Jahr 2023 erreicht

Während des Capital Markets Day präsentierte Michelin verschiedene Hebel zur Verbesserung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit: Sie führen zwischen 2020 und 2023 zu jährlichen Einsparungen in Höhe von 80 Millionen Euro (inflationsbereinigt). Darüber hinaus werden die Vertriebsgemeinkosten (die sogenannten SG&A-Kosten) im Reifengeschäft bis 2023 um 65 Millionen Euro (inflationsbereinigt) und bis 2025 um insgesamt 125 Millionen Euro reduziert.
Yves Chapot stellte die finanziellen Ziele des Konzerns für 2023 vor: Bis zu diesem Jahr erwartet der Konzern einen Umsatz von rund 24,5 Milliarden Euro3, ein Betriebsergebnis3 von mehr als 3,3 Milliarden Euro, einen strukturellen Free Cash Flow von 3,3 Milliarden Euro (insgesamt in 2022 und 2023) und einen ROCE von 10,5 Prozent.

Darüber hinaus hat die Michelin Gruppe damit begonnen, die Kosten von einigen negativen externen Effekten zu quantifizieren, darunter Kohlenstoffemissionen sowie den Wasser- und Lösungsmittelverbrauch. Bis 2023 sollen diese um etwa 10 Prozent gesenkt werden.

Außerdem hat die Michelin Gruppe beschlossen, ihre Dividendenpolitik zu überarbeiten: Ziel ist es, im Jahr 2021 50 Prozent des Gewinns vor Sondereffekten auszubezahlen.

Während des Capital Markets Day sagte FlorentMenegaux: „Mit unserer neuen Strategie ,Michelin in Motion‘ setzt die Michelin Gruppe auf eine ambitionierte Wachstumsdynamik für die kommenden zehn Jahre. Ich bin davon überzeugt, dass das Engagement und die Innovationsfähigkeit unserer Teams dazu führen werden, dass wir nachhaltiges Wirtschaften, kontinuierliche Mitarbeiterentwicklung sowie globales und lokales Umweltengagement miteinander vereinen können. Auch wenn das Unternehmen seiner DNA treu bleibt, wird sich das Profil des Konzerns bis 2030 durch den Aufbau neuer Geschäftsbereiche deutlich verändern. Seit mehr als 130 Jahren ist es unsere Stärke, uns ständig neu zu erfinden und Michelin damit fit für die Zukunft zu machen.

Yves Chapot fügte hinzu: „Trotz der aktuellen Krise und des immer noch unsicheren wirtschaftlichen Umfelds hat Michelin bewiesen, dass es auf einem stabilen Fundament mit einem robusten Geschäftsmodell steht. Der neue Michelin Strategieplan ,Michelin in Motion‘ wird das Wachstum vorantreiben und die Auswirkungen negativer externer Effekte reduzieren. Michelin wird sein Reifengeschäft weiter ausbauen und gleichzeitig neue Geschäftsbereiche integrieren, wobei der Fokus stets auf einer soliden Bilanzierung mit soliden Margen liegt.

Mehr Informationen auf www.michelin.de

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[2] Bis 2030 wird ein durchschnittliches Wachstum von 5 Prozent pro Jahr prognostiziert.
[3] Zum durchschnittlichen Wechselkurs für Januar 2021

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Michelin CEO Florent Menegaux auf dem Capital Markets Day
Florent Menegaux, CEO der Michelin Gruppe, während des Capital Markets Day
Foto: Michelin
Michelin Yves Chapot auf dem Capital Markets Day
Yves Chapot, Generaldirektor und Finanzvorstand der Michelin Gruppe
Foto: Michelin
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