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Mit vollem Engagement

Daniel Ryl und Alexander Hubov von der Liotec GmbH gewinnen den DIN-Nachwuchspreis für junge Experten

Berlin, 09.11.2018. Der DIN-Nachwuchspreis für junge Experten geht an Daniel Ryl und Alexander Hubov vom Start-up Liotec GmbH. Die zwei Gründer überzeugten die Jury mit ihrem herausragenden Engagement in der Standardisierung: Mit dem Nachwuchspreis würdigten die Juroren ihr Wirken als Initiatoren des Standardisierungsvorhabens zur DIN SPEC 91394 „Digitalisierung von Parkvorgängen – Schnittstellen zum Datenaustausch“. Die DIN SPEC beschreibt, wie Prozesse von Parkvorgängen und des Parkraumangebots für die digitale Parkraumbewirtschaftung aufgenommen und verarbeitet werden können. Sie liefert zudem eine Definition für die Schnittstellen des Datenaustauschs zwischen allen Beteiligten und legt Anforderungen an das Datenformat fest. Das Projekt konnte bereits beim Ideenwettbewerb DIN-Connect überzeugen und wurde von DIN und DKE gefördert. Die DIN SPEC 91394 soll bis Ende des Jahres veröffentlicht werden. Den mit 5.000 Euro dotierten DIN-Nachwuchspreis durften Daniel Ryl und Alexander Hubov bei der DIN-Preisverleihung am 8. November in Berlin persönlich entgegennehmen.

Der DIN-Nachwuchspreis wurde in diesem Jahr das erste Mal vergeben. Mit dem Preis soll dem Nachwuchs gezielt eine Bühne geboten werden, um das Engagement junger Experten und Studierender sowie Doktoranden in der Normung und Standardisierung zu würdigen und gleichzeitig in einen gemeinsamen Austausch zu treten.

Konzept verspricht hohen Nutzen
Daniel Ryl, Alexander Hubov und ihr junges Unternehmen Liotec GmbH wollen zu einer komfortableren Abwicklung eines Parkvorgangs beitragen, indem sie auf die Vorteile der Digitalisierung setzen. Sind Parkplätze, Autos und Geräte in den Fahrzeugen miteinander vernetzt, lässt sich das Parken effizienter gestalten – vom Finden und Buchen eines freien Parkplatzes über die Parkraumbewirtschaftung durch Dienstleister bis hin zum Bezahlen. Die drei Gründer überzeugten die Jury mit einem aussagekräftigen Konzept, das einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen verspricht. Bedarf für Optimierungen in diesem Bereich besteht, wie eine Studie des Parkdienstleisters Inrix zeigt: Jährlich werden in Deutschland durch Parkplatzsuche, das Zuviel-Bezahlen bei Tickets sowie Strafzettel rund 45 Milliarden Euro verschwendet. „Daniel Ryl und Alexander Hubov haben gezeigt, dass ihre innovative Idee in kurzer Zeit im Standardisierungsvorhaben DIN SPEC 91394 überführt und dokumentiert werden konnte. Den Nutzen der Standardisierung für die Marktteilnehmer und auch für ihr Unternehmen haben sie erkannt“, sagt Dr. Michael Stephan aus der Geschäftsleitung von DIN, zuständig für den Bereich Normung und Standardisierung, und Mitglied der Jury. „Die DIN SPEC 91394 wird einen wertvollen Beitrag für alle Marktteilnehmer liefern, den Nachwuchspreis für junge Experten haben sich die beiden damit redlich verdient.“

Die DIN SPEC 91394
An der Erarbeitung der DIN SPEC 91394 beteiligen sich Städte, Park-App-Anbieter, Automobilzulieferer, Hersteller von Lichtsystemen, Hersteller von Sensoriksystemen und Beratungsunternehmen. Die Spezifikation beschreibt die Prozesse für die Aufnahme und Verarbeitung von Parkvorgängen und des Parkraumangebots für die digitale Parkraumbewirtschaftung. Sie definiert zudem Schnittstellen für den Datenaustausch, worauf sich beispielsweise Kommunen, Hersteller von Geräten für Endkunden sowie Parkhaus- und Parkplatzanbieter berufen können. Auch Hersteller von Licht- oder Sensoriksystemen sowie Automobilzulieferer, die verstärkt Mobility-Dienstleistungen selbst anbieten und diese direkt in die Fahrzeuge integrieren, können sich daran orientieren. Die Veröffentlichung ist bis Ende des Jahres geplant.

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Von links: Alexander Hubov und Daniel Ryl vom Start-up Liotec GmbH mit Christoph Winterhalter, Vorsitzender des Vorstandes bei DIN. Bild: DIN

 

 

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