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Flexible Energieversorgung

Der DIN-Innovatorenpreis 2018 für ein Forschungsprojekt geht an Jan Hicking und Jens Adema vom FIR e.V. an der RWTH Aachen

Berlin, 09.11.2018. Was bedeutet die Energiewende für produzierende Unternehmen? Und wie können sie sich auf stark schwankende Energiemengen aus erneuerbaren Quellen einstellen? Diesen Fragen haben sich Forscher der RWTH Aachen gewidmet und ein Referenzmodell entwickelt, mit dem sich die eigene Produktion flexibel auf die aktuell vorhandene Energiemenge einstellen lässt. Für ihr Projekt und die daraus entstandene DIN SPEC haben Jan Hicking und Jens Adema vom FIR e.V. an der RWTH Aachen am 8. November bei der Preisverleihung in Berlin den DIN-Innovatorenpreis für ihr Forschungsprojekt „FlAixEnergy“ erhalten.

Energiewende bedeutet Energieflexibilität
Die Strommengen, die etwa Windkraft- und Photovoltaikanlagen einspeisen, schwanken stark. „Dadurch könnte eine Energieversorgungslücke entstehen, die wiederum gerade in der Fertigung große Auswirkungen hätte“, erklärt Jan Hicking von der RWTH Aachen, Leiter Fachgruppe Informationstechnologiemanagement im Informationsmanagement bei FlAixEnergy. „Das bedeutet, die Energiewende macht die Energieflexibilität solcher Unternehmen erforderlich. Grundsätzlich kann jedes herstellende Unternehmen Produktionsprozesse so verlagern, dass es flexibler agieren kann, jedoch sind sich viele der Potenziale nicht bewusst. Unser Ziel war es, einen Beitrag zur wirtschaftlichen und umweltverträglichen Gestaltung der Energieversorgung zu leisten.“ Hier setzt die mit dem Innovatorenpreis ausgezeichnete DIN SPEC 91366 „Energieflexibilität im industriellen Kontext“ an, die die Wissenschaftler im Kontext des Projekts initiiert hatten: Sie definiert ein Referenzmodell, das produzierenden Unternehmen einen Einblick in die organisatorischen, prozessualen und technischen Faktoren gibt, die für die Erfassung ihrer Energieflexibilität eine wesentliche Rolle spielen. Teil des Forschungsvorhabens war zudem eine Flexibilitätsplattform für die Modellregion Aachen. „Bei FlAixEnergy haben wir industrielle Energieverbraucher mit dezentralen Erzeugern regenerativer Energien zusammengebracht. Kernelement der Plattform war ein Mechanismus, der die Flexibilität der industriellen Energieverbraucher bewertet und ihnen so die Teilnahme am Energiemarkt ermöglicht hat.“

Bei der Preisverleihung in Berlin lobte die Fachjury aus den Bereichen Nachwuchs, Normung und Forschung vor allem die hohe gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz des Themas: „Dieses Thema ist wichtig, weil es alle von KMU bis hin zu großen Unternehmen betrifft. Die DIN SPEC 91366 unterstützt sie dabei, das Thema Energieflexibilität besser zu integrieren und nachhaltig umzusetzen.“

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Jens Adema (rechts), der Gewinner des DIN-Innovatorenpreises für das Forschungsprojekt FlAixEnergy, mit Christoph Winterhalter, Vorsitzender des Vorstandes bei DIN.
Bild: DIN
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