Balluff

Balluff Headquarter Neuhausen a. d. F.

Balluff einigt sich mit Betriebsrat und IG Metall

Das Maßnahmenbündel zur Abmilderung der Folgen durch die Standortverlagerung reicht von Qualifizierungsstipendien über eine Transfergesellschaft bis hin zu speziellen Angeboten für ältere Mitarbeiter.

Neuhausen a. d. F. – Der Sensor- und Automatisierungsspezialist Balluff einigte sich vorgestern (Montag) mit dem Betriebsrat und der IG Metall auf ein umfangreiches Paket im Zusammenhang mit der geplanten Streichung von 140 der 1.100 Stellen am Stammsitz in Neuhausen a. d. F. Außer einem sozialverträglichen Abbau der betroffenen Stellen gibt es unter anderem ein Stipendium-Programm zur Weiterbildung, eine auf zwölf Monate ausgelegte Transfergesellschaft mit Vermittlungsunterstützung, Qualifizierungsmaßnahmen und Aufstockung des Transferkurzarbeitergelds auf 80 % des Nettoentgelts. Weitere Bestandteile der Vereinbarung sind spezielle Unterstützungsmöglichkeiten für ältere Beschäftigte und Einmalzahlungen.

Balluff verlagert die am Stammsitz verbliebenen Produktionskapazitäten in zwei Schritten zum 31. März und 31. Dezember 2021 an das seit 1989 bestehende Hauptwerk in Ungarn und baut im Gegenzug Neuhausen konsequent zu einem Innovations- und Kompetenzzentrum für Networking-, Software- und IIoT-Lösungen, Opto- und (Magneto-) Induktive Sensorik sowie RFID aus.

„Wir sind sehr froh, dass wir mit diesem Paket Lösungen gefunden haben, um die Auswirkungen der Stellenstreichungen auf die betroffenen Mitarbeiter abzufedern,“ sagt die Sprecherin der Balluff Geschäftsführung, Katrin Stegmaier-Hermle. „Natürlich bleiben es einschneidende Maßnahmen, die wir sehr bedauern. Aber wir müssen diesen Schritt gehen, um die erfolgreiche Zukunft des Unternehmens langfristig zu sichern. Denn leider haben wir es mit einer extrem schwierigen Kombination aus den Auswirkungen von COVID-19, einer längerfristigen konjunkturellen Schwächephase und einem tiefgreifenden strukturellen Wandel zu tun. Dem können wir nicht allein mit temporären Maßnahmen wie Kurzarbeit oder tariflichen Einigungen zur Arbeitsplatzsicherung begegnen“, begründet Katrin Stegmaier-Hermle das Vorgehen.

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