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Arbeitsplätze sicher gestalten

DIN veröffentlicht deutsche Ausgabe der ISO 45001 für Arbeitsschutzmanagement

Berlin, 28.06.2018. Die DIN ISO 45001:2018-06 „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung“ beschreibt die Anforderungen an Arbeitsschutzmanagementsysteme und enthält eine Anleitung für Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche, wie sie die Sicherheit und Gesundheit ihrer Beschäftigten verbessern können. Die deutsche Ausgabe der internationalen Norm ist jetzt verfügbar. „Nach Angaben der International Labour Organization aus dem Jahr 2017 verunfallen jährlich weltweit 2,78 Millionen Menschen am Arbeitsplatz, das entspricht 7.700 Menschen am Tag“, sagt Friederike Saxe, Junior-Projektmanagerin bei DIN. „Die neue Norm zum Arbeitsschutzmanagement unterstützt Arbeitgeber dabei, die Arbeitsumgebung für ihre Beschäftigten sicher zu gestalten und diese Zahlen und die daraus resultierenden Arbeitsausfälle langfristig zu senken.“

Die DIN ISO 45001 hilft Unternehmen unter anderem bei der Entwicklung und Umsetzung von Strategien und Zielen im Arbeitsschutz. Von der Ermittlung von Chancen und Risiken über das Aufsetzen passender Prozesse bis hin zu deren Überwachung betrachtet die Norm das Arbeitsschutzmanagement umfassend und bietet Möglichkeiten, alle Organisationsmitglieder und insbesondere die Führungskräfte für das Thema zu sensibilisieren.

„In Deutschland ist der Bereich Arbeitsschutz bereits umfassend gesetzlich geregelt und somit gut aufgestellt. Deshalb war uns bei der Arbeit an der Norm besonders wichtig, den Fokus auf ein Managementsystem zu legen“, sagt Uwe Marx, fachlicher Leiter des DIN-Gremiums, das an dem internationalen Normungsprojekt beteiligt war, und Leiter des Sachgebiets „Systematische Integration von Sicherheit und Gesundheit in den Betrieb“ bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft VBG.

Die DIN ISO 45001 lässt sich mit anderen Managementsystemnormen kombinieren, etwa DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagement) oder DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement). „Diese Kombination stärkt aus unserer Sicht die Position des Arbeitsschutzes innerhalb einer Organisation, denn Unternehmensleitung und Führungskräfte werden in ihrer Rolle und Verantwortung im Arbeitsschutz noch stärker in die Pflicht genommen“, ergänzt Marx. DIN ISO 45001 ersetzt OHSAS 18001, den bislang weltweiten Standard für Arbeitssicherheit. Organisationen, die bereits nach OHSAS 18001 zertifiziert sind, können sich innerhalb einer Übergangsfrist von drei Jahren nach der neuen Norm zertifizieren lassen. Dies ist jedoch nicht zwingend vorgeschrieben.

Vertreter aus 70 Ländern haben die internationale Norm gemeinsam erarbeitet. Das DIN-Gremium, bestehend aus Experten aus Wirtschaft, Berufsgenossenschaften, Arbeitsschutz, Wissenschaft und Forschung, hat dabei unter Projektleitung von DIN die deutsche Perspektive in das internationale Projekt eingebracht.

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