Zurzeit laufen bei vielen Industriebetrieben die Vorbereitungen für die Hannover Messe 2019 auf Hochtouren. Die Leitmesse, die jährlich mehr als 200.000 Menschen besuchen, bildet für viele unserer Kunden den Dreh- und Angelpunkt in der externen Kommunikation mit wichtigen Stakeholdern. Indem sie vor Ort sind, ihre Produkt-Highlights präsentieren und mit den Messebesuchern direkt ins Gespräch kommen, knüpfen sie neue Kontakte und stärken die Beziehung zu aktuellen Kunden. Diesen Austausch auch online abzubilden und weiterzuführen, sollte für die teilnehmenden Unternehmen im Anbetracht der getätigten Investitionen in den Messeauftritt ein wichtiger Baustein der Messekommunikation sein. Aus diesem Grund haben wir noch einmal für Sie unsere Studie „Sprechen Sie digital? Wie mittelständische Unternehmen (nicht) über Digitalisierung kommunizieren“ aus dem vergangenen Jahr durchforstet und die zentralen Ergebnisse für die Messekommunikation herausgearbeitet und ein paar Tipps zusammengestellt.

Die Studie untersucht die Online-Kommunikation von 327 Unternehmen, die im produzierenden Gewerbe tätig sind und zum Mittelstand der DACH-Region zählen. Anhand von mehr als 2500 Schlagworten zum Trendthema Digitalisierung haben wir zusammen mit VICO Research & Consulting die verschiedenen Inhalte thematisch abgebildet. Dabei haben wir nur Treffer untersucht, die einen Bezug zum Mittelstand und dem Themenfeld Digitalisierung aufweisen. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich vom 1. April 2017 bis zum 30. April 2018 und deckte somit die Hannover Messe 2017 und 2018 ab.

Die Messe

„Connect and Collaborate“ – mit diesem Leitthema zur Mensch-Maschine-Kollaboration präsentierten rund 5000 Aussteller ihre Lösungen und Produktneuheiten im vergangenen Jahr auf der Hannover Messe. Wie Aussteller, Besucher und Journalisten online über das Großereignis der Industrie gesprochen haben, haben wir im Folgenden noch einmal für Sie aufbereitet.

Die Hannover Messe in Zahlen

Unsere Online-Studie „Sprechen Sie digital? Wie mittelständische Unternehmen (nicht) über Digitalisierung kommunizieren“, die gemeinsam mit VICO Research & Consulting und Communication Consultants entstand, zeigt den massiven Nach-holbedarf bei der Kommunikation der Digitalisierungskompetenz bei Mittelständ-lern auf. Die Studie untersucht die Online-Kommunikation von 300 Industriebetrie-ben des Mittelstands über einen Zeitraum von 13 Monaten.
Unsere Online-Studie „Sprechen Sie digital? Wie mittelständische Unternehmen (nicht) über Digitalisierung kommunizieren“, die gemeinsam mit VICO Research & Consulting und Communication Consultants entstand, zeigt den massiven Nachholbedarf bei der Kommunikation der Digitalisierungskompetenz bei Mittelständlern auf. Die Studie untersucht die Online-Kommunikation von 300 Industriebetrieben des Mittelstands über einen Zeitraum von 13 Monaten.

Der Buzz

Der Buzz – also das Kommunikationsvolumen innerhalb unserer Stichprobe – nahm von 2017 auf 2018 zu. Betrachtet man die Anzahl der gefundenen Treffer, die das Thema Digitalisierung im Mittelstand beinhalteten, stieg das Volumen um 19 Prozent von knapp 1.500 Beiträgen auf mehr als 1700 an. Dieser Anstieg ist auch insbesondere auf eine Zunahme der Kommunikation auf sozialen Netzwerken zurückzuführen.

Die Themen

Beide Messen standen ganz im Zeichen der Digitalisierung, was das Motto 2017 „Mit Industrie 4.0 neue Werte schaffen“ zeigt. Der allgemeine Veränderungsprozess durch die Digitalisierung wird 2017 vor allem in Verbindung mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze thematisiert. Weitere Themen-Highlights sind Roboter, Cobots oder Augmented-Reality-Anwendungen. Die Schulz GmbH gewinnt während der Messe für ihr intelligentes Greifmodul, das die Mensch-Roboter-Kollaboration weiterentwickelt, den Hermes Award. Dazu werden zahlreiche Beiträge veröffentlicht und geteilt. Innerhalb der Themenkategorie „Konnektivität“ hatten Cyber-Kriminalität und die Vernetzung zwischen Informationstechnologie und Produktionstechnik ein hohes Kommunikationsaufkommen. In beiden Jahren wird die deutsche Industrie häufig davor gewarnt, im internationalen Vergleich nicht innovativ genug zu sein. Auch im Jahr 2018 dominieren Themen wie Digitale Transformation und Industrie 4.0. Jedoch taucht der Begriff „Internet of Things“ in der Messekommunikation doppelt so oft auf wie im Jahr zuvor.

Thematische Highlights im Zeitverlauf

 

Der Kanal

Vor allem Twitter erfreut sich als Kanal zur Messekommunikation großer Beliebtheit bei den untersuchten Mittelständlern. Der Anteil des Micro-Blogging-Dienstes an der Gesamtkommunikation im Messezeitraum wuchs von 6 Prozent im Jahr 2017 auf rund 20 Prozent im Folgejahr, und dies trotz rückgängiger Besucher- und Ausstellerzahlen. Die Plattform eignet sich, um Beiträge über unternehmenseigene oder private Twitter-Kanäle zu teilen und über Messen, Innovationen oder sonstige Neuigkeiten zu informieren. Die Schnelligkeit, die hohe Taktzahl an Tweets und die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Anspruchs- und Interessengruppen zu vernetzen, machen Twitter für Mittelständler zum bevorzugten Kanal für die Messekommunikation. Deshalb sollte bei der Planung für die Hannover Messe und natürlich auch anderen relevanten Messen eine geeignete Online-Strategie mitgedacht werden.

Der Fokus

Ein auffallendes Ergebnis der Studie ist die Tatsache, dass sich der Fokus der Kommunikation rund um die Hannover Messe zeitlich verschoben hat. Während sich die Kommunikation 2017 auf das Event selbst beschränkte, verteilten sich die Beiträge 2018 auf einen längeren Zeitraum vor und nach der eigentlichen Messe.

Die Tipps

  1. Gewinner-Themen identifizieren:
    Gehen Sie über bloße Produktthemen heraus und laden Sie Ihre Messekommunikation durch passende Trendthemen der Digitalisierung auf. Wo bieten Ihre Produkte für Ihre Kunden einen Mehrwert? Welche Innovationen unterstreichen Ihre Digitalisierungskompetenz besonders?
  2. Mitarbeiter einbinden:
    Die Zeiten des einsamen Pressesprechers sind vorbei. Befähigen Sie Ihre Mitarbeiter, als Corporate Influencer selbst Inhalte zu erstellen und aktiv in den Dialog einzusteigen. Das erhöht nicht nur die Reichweite des Unternehmens, sondern stärkt zudem auch noch die kommunikative Schlagkraft Ihrer Mannschaft.
  3. Content kanalspezifisch aufbereiten:
    Der Twitter-Kosmos bedarf einer speziellen Aufbereitung der Inhalte. Erstellen Sie für die relevanten Themen schon im Vorfeld einen Redaktionsplan und bereiten Sie ausreichend Material vor, damit Sie während der Messe Zeit haben, in den Dialog einzusteigen.
  4. Multiplikatoren identifizieren:
    Wer spricht schon im Vorfeld über die Messe? Welche Journalisten sind vor Ort und auf Twitter aktiv? Nutzen Sie die Listenfunktion von Twitter, um relevante Kontakte zu sammeln. Der Vorteil: Fügen Sie einen Account einer öffentlichen Liste hinzu, wird dieser darüber benachrichtigt und wird auch auf Ihren Handle aufmerksam.

Die Studie:

Unsere Online-Studie „Sprechen Sie digital? Wie mittelständische Unternehmen (nicht) über Digitalisierung kommunizieren“, die gemeinsam mit VICO Research & Consulting und Communication Consultants entstand, zeigt den massiven Nachholbedarf bei der Kommunikation der Digitalisierungskompetenz bei Mittelständlern auf. Die Studie untersucht die Online-Kommunikation von 300 Industriebetrieben des Mittelstands über einen Zeitraum von 13 Monaten. Eins steht fest: Mittelständler haben noch viel Potenzial, sich durch zielgerichtete Online-Kommunikation auf sozialen Netzwerken weit vorne bei der Digitalisierungskommunikation zu positionieren.

Falls Sie Interesse an unserer Gemeinschaftsstudie haben, können Sie unsere Ergebnisse zur Kommunikation der Top-Digitalisierungsthemen und zur Kanalwahl in unserem Whitepaper „Sprechen Sie digital? Wie mittelständische Unternehmen (nicht) über Digitalisierung kommunizieren“ nachlesen.