LinkedIn verleiht Unternehmen ein Gesicht. Wir lernen die Menschen kennen, die hinter Positionen wie Geschäftsführerin, Entwickler, Produktmanager und Co. stecken, können ihre berufliche Laufbahn verfolgen und uns mit ihnen vernetzen. Aus ihren Lebensläufen, Posts, Kommentaren, Fotos oder Videos erfahren wir auch Persönliches über unsere LinkedIn-Kontakte. LinkedIn ist also kein reines Karriere-Netzwerk, sondern ein soziales Berufsportal. Deshalb haben wir für Sie die wichtigsten LinkedIn-Tipps zur Erstellung eines erfolgreichen Profils zusammengefasst.

Langsam aber sicher nähert es sich in Sachen Quantität seinem auf die D-A-CH-Region ausgerichteten Konkurrenten XING. Während 16 Millionen Menschen bei XING registriert sind, hat LinkedIn im deutschsprachigen Raum rund 13 Millionen Mitglieder – Tendenz steigend. Weltweit ist es mit über 600 Millionen Mitgliedern in mehr als 200 Ländern ungeschlagene Nummer eins der Business-Plattformen. Als internationales Netzwerk hat LinkedIn vor allem den Vorteil, dass wir uns zu jeder Tages- und Nachtzeit über alle Zeitzonen hinweg mit Kollegen, Kunden und Geschäftspartnern rund um den Globus vernetzen können. In einer Arbeitswelt, die zunehmend globaler wird, ist das ein großer Mehrwert.


Corporate Influencer

Zudem bietet LinkedIn eine Reihe von Funktionen, die andere Berufsportale vermissen lassen, wie etwa den Influencer-Status. Das ist ein von LinkedIn vergebener Status für Vordenker, Führungskräfte und Innovatoren, deren Beiträge viele andere Menschen interessieren und beeinflussen. Bekannte Beispiele aus Deutschland sind unter anderem der ehemalige Vorsitzende des Vorstands der Daimler AG, Dieter Zetsche, oder Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG. Influencern kann jeder folgen, ohne sich persönlich mit ihnen zu vernetzen. Auch einige unserer Kunden setzen auf Corporate Influencer.


Der Start in die LinkedIn-Welt

Wenn Sie besonders aktiv auf LinkedIn sind oder es sein möchten, sollte Ihr LinkedIn-Profil auch gepflegt sein und Interesse wecken. Das Ziel ist schließlich, dem Profilbesucher, also einem potentiellen neuen Kontakt, die wichtigsten Informationen auf einen Blick zu präsentieren. Folgende acht Tipps helfen Ihnen auf dem Weg zum aussagekräftigen Profil nach dem Motto: How to pimp my profile.


Tipp #1 – Profil-URL anpassen

Die von LinkedIn automatisch vergebene URL, also die Adresse Ihres LinkedIn-Profils, besteht aus Ihrem Namen, gefolgt von Buchstaben- und Zahlenkombinationen. Wenn Sie auf Ihrem Profil auf „Öff. Profil & URL bearbeiten“ klicken, können Sie die URL beispielsweise auf Ihren Namen kürzen: www.linkedin.com/in/vanessamogler. Haben Sie einen beliebten Namen, lässt sich dieser beispielsweise um Ihre Stadt oder Tätigkeit ergänzen. Ein solcher Link wirkt professioneller und macht es Ihren Bekannten oder neuen Kontakten einfacher, Sie zu finden.


Tipp #2 – Mehrsprachiges Profil

In einer zunehmend globalen Arbeitswelt wird viel auf Englisch oder in weiteren Fremdsprachen kommuniziert. Deshalb kann es sinnvoll sein, Ihr Profil in mehreren Sprachen anzulegen. Achtung: Diese Funktion ist (Stand August 2019) noch sehr neu und kann bisher nur in der Desktop-Version bearbeitet und angezeigt werden. Alle Sprachen, aus denen Sie wählen können, finden Sie unter „Profilbereich hinzufügen“.


Tipp #3 – Werden Sie zum Superstar

LinkedIn misst die Aussagekraft von Profilen und unterteilt sie in mehrere Stufen vom Anfänger zum Superstar. Ihren aktuellen Status und was Ihnen noch zum Rang des Superstars fehlt, finden Sie über Ihrem Dashboard. Beispielsweise sollten Sie zu Beginn Foto, Info, Ort, Branche, mindestens fünf Kenntnisse, Ihre aktuelle Position und Ausbildung hinzufügen. Laut LinkedIn erhalten Mitglieder mit Profilbild bis zu 21 Mal mehr Profilansichten und neun Mal mehr Vernetzungsanfragen. Das hilft anderen, Sie (besser) zu finden und erleichtert so die Vernetzung. Das wiederum erhöht die Chancen, Stellenangebote zu erhalten.


Tipp #4 – Profil für SEO optimieren

Ob Slogan, Berufserfahrung und Projektbeschreibung oder Ehrenamt: Alle Texte in Ihrem Profil entscheiden, ob Suchmaschinen wie Google Sie bei einer entsprechenden Stichwortsuche finden. Bauen Sie die Begriffe ein, für die Sie stehen und bekannt sein möchten. Sucht ein Mitglied nach diesen Begriffen oder Themen, besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass er oder sie auf Ihr Profil aufmerksam wird. Für mein Profil sind beispielsweise die Begriffe PR, Agentur, B2B, Industrie, Mittelstand, Digitalisierung und Industrie 4.0 wichtig. Für SEO-Fortgeschrittene: In Sachen Überschriften-Hierarchie sind Profil-Slogan und -Info das Äquivalent zu H1 und H2.


Tipp #5 – Profil-Slogan

Der Slogan soll Sie und Ihre Fachkenntnisse kurz, aber möglichst prägnant beschreiben. Bringen Sie persönlichen Schlüsselworte (siehe Tipp #4) auf jeden Fall ein, denn der Slogan wirkt sich stark auf die SEO-Wirksamkeit aus. Der Slogan ist das erste, was andere LinkedIn-Mitglieder – ob Kontakte oder Nicht-Kontakte – von Ihnen sehen. Er kann also entscheiden, ob Ihr Profil überhaupt aufgerufen wird. Wenn Sie ein mehrsprachiges Profil angelegt haben, können Sie auch den Slogan anpassen und so die Bandbreite an Schlagwörtern vergrößern.


Tipp #6 – Elevator Pitch zur eigenen Person

Der Elevator Pitch war ursprünglich eine Idee amerikanischer Vertriebler mit dem Ziel, Kunden und Chefs während der Dauer einer Aufzugfahrt von ihrer Idee zu überzeugen. Es geht also darum, seine Botschaften in möglichst kurzer Zeit auf den Punkt zu bringen und einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Nutzen Sie dieses Prinzip, indem Sie direkt im Profil-Abschnitt „Info“ in wenigen Sätzen zusammenfassen: Wer bin ich? Was macht mich und meine Arbeit aus? Wieso bin ich oder ist meine Leistung einzigartig? Was sind meine gegenwärtigen und zukünftigen Ziele? Platz ist nur für zwei bis drei Zeilen. Ihre Kernaussagen können und sollten Sie mit Mediendateien wie Fotos, Präsentationen oder Links anreichern. So setzen Sie visuelle Anreize, erweitern Ihre Kurzbeschreibung und wirken noch überzeugender.


Tipp #7 –Fähigkeiten bestätigen lassen

Heben Sie Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten hervor und lassen Sie sie von Kontakten aus Ihrem Netzwerk bestätigen. Dadurch wirken Ihre Aussagen glaubwürdiger und Sie können mithilfe (ehemaliger) Kollegen, Kunden und Geschäftspartner Ihren Expertenstatus hervorstellen und ausbauen. Ich empfehle, nach dem Prinzip „Geben vor Nehmen“ vorzugehen: Bestätigen Sie zunächst selbst die Stärken Ihrer Kontakte, bevor Sie sie darum bitten, das Gleiche für Sie zu tun.


Tipp #8 – Arbeitsproben hinzufügen

Ein Bild – optional auch ein Video oder eine Präsentation – sagt manchmal mehr als tausend Worte. Ich empfehle deshalb, unter Berufserfahrung weiterführende Dateien oder Links hinzuzufügen. Potentielle Kontakte oder Kunden können sich so einen fundierten Eindruck von Ihrer Arbeit verschaffen.

 

 


 

Wie man zum LinkedIn-Experten wird

Dies ist Teil 1 unserer Reihe zu LinkedIn-Tipps. Im nächsten Teil nehmen wir das Unternehmensprofil unter die Lupe. Weitere LinkedIn-Tipps beleuchten den Unterschied zwischen Beiträgen und Artikeln und zeigen, wie man am besten mit seinem Netzwerk interagiert. Dranbleiben lohnt sich!