Wolff & Müller

Außenanlagen für das ICE-Instandhaltungswerk in Dortmund-Hafen

WOLFF & MÜLLER baut Außenanlagen im ICE-Werk Dortmund-Hafen

Das Großprojekt für die Deutsche Bahn wird mit digitalen Tools, Drohnenvermessung und vernetzten Baumaschinen realisiert.

November 2025 – Im Dortmunder Hafen entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs ein neues, klimafreundliches Werk zur Wartung und Instandsetzung von ICE-Zügen. Die Deutsche Bahn investiert über 400 Millionen Euro in das Großprojekt und hat WOLFF & MÜLLER mit dem Bau der Außenanlagen (Vergabepaket VP30) beauftragt. „Wir realisieren komplexe Bauleistungen in einem eng getakteten Zeitrahmen und setzen dabei auf digitale Tools, Drohnenvermessung und vernetzte Baumaschinen. Zudem können wir unsere Erfahrungen aus einem früheren Bahnprojekt, dem ICE-Werk Köln-Nippes, in dieses Projekt einbringen“, sagt Dirk Wippermann, Niederlassungsleiter Dortmund bei der WOLFF & MÜLLER Tief- und Straßenbau GmbH & Co. KG. Das Werksgelände erstreckt sich über 25 Hektar. Neben der 480 Meter langen Werkshalle entstehen Betriebsgleise, Zufahrten, Abfahrten und verschiedene Behandlungsanlagen. Die Bauarbeiten für die Außenanlagen begannen im September 2025 und sollen bis Ende Juni 2027 abgeschlossen sein.

Von Erd- bis Gleisbau
WOLFF & MÜLLER übernimmt eine Vielzahl von Aufgaben: Das Team bewegt rund 30.000 Kubikmeter Boden und verlegt ein komplettes Entwässerungssystem mit etwa 23 Kilometern Rohrleitungen, darunter Leitungen für Trink- und Löschwasser. Für die technische Infrastruktur werden rund 45 Kilometer Kabelschutzrohre und 16 Kilometer Kabelkanäle eingebaut. Damit das Gelände stabil und wetterfest bleibt, kommen spezielle Schutz- und Tragschichten aus mineralischem Material zum Einsatz. Im Straßenbau entstehen moderne Verkehrsflächen, die asphaltiert oder mit einer robusten Betonoberfläche versehen werden. Auch der Gleisbau ist Teil des Projekts: Insgesamt werden über 18 Kilometer Gleise und 70 Weichen verlegt. Ergänzt wird das Bauvorhaben durch Randwege, Gleistragplatten und Servicebahnsteige für Reinigungsarbeiten in den Zügen, die den reibungslosen Betrieb im neuen ICE-Werk gewährleisten.

Viele Gewerke und Schnittstellen
„Die größte Herausforderung bei diesem Projekt ist der straffe Zeitplan mit zahlreichen Schnittstellen zu anderen Gewerken. Die Koordination aller Beteiligten ist entscheidend für den Erfolg“, erklärt Ralf Axmann, Projektleiter bei WOLFF & MÜLLER. Besonders anspruchsvoll ist die Abstimmung mit der Deutschen Bahn: 70 Liefertermine für Oberbaumaterialien wie Schwellen, Schienen und Weichen müssen berücksichtigt werden. Auch der Abruf von Gleisschotter, der vom Bauherrn bereitgestellt wird, ist sorgfältig zu planen. Ein Teil des Schotters liegt bereits auf der Fläche – er stammt vom alten Güterbahnhof und wird recycelt. Viele Arbeiten an oder in der Nähe von in Betrieb befindlichen Gleisen, wie die Anbindung des Geländes an das DB-Streckennetz, können nur während angemeldeter Streckensperrungen ausgeführt werden. Diese sogenannten Sperrpausen werden weit im Voraus festgelegt und sind unbedingt einzuhalten.

Echtzeit-Überwachung des Asphalteinbaus
Im ICE-Werk Dortmund-Hafen setzt WOLFF & MÜLLER digitale Technologien ein, um das Projekt möglichst effizient, transparent und qualitativ hochwertig umzusetzen. Das System „BPO Asphalt“ ermöglicht eine lückenlose Echtzeit-Überwachung des Asphalteinbaus. Das System vernetzt die Mischanlage mit dem Lkw und der Baustelle und richtet alle Abläufe konsequent auf die im Bauprozess wichtigste Maschine aus: den Straßenfertiger. Sein Materialbedarf bestimmt, wie viel Asphalt die Mischanlagen in welcher Zeit produzieren und wie viele Lkw wie oft fahren müssen, um den Asphalt zur Baustelle zu transportieren. So werden Wartezeiten und Stillstände minimiert.

Drohnen als Vermessungshelfer
Für eine schnelle und flächendeckende Vermessung und Erfassung des Baustellenzustands werden Drohnen eingesetzt. Sie liefern aktuelle Orthofotos, Punktwolken und 3D-Geländemodelle, dokumentieren den Baufortschritt in regelmäßigen Intervallen und visualisieren die Entwicklung des Projekts anschaulich. Aus den gelieferten Daten können Mengen und Volumina des Erdaushubs oder der Lagerbestände präzise ermittelt werden.

Digitale Maschinensteuerung
Vernetzte Baumaschinen nutzen digitale Geländemodelle, die alle wichtigen Informationen zur Form und Höhe des Baugrunds enthalten. Die Maschinen können diese Daten direkt übernehmen und sich daran orientieren. Das bedeutet: Sie „wissen“ genau, wie tief sie graben oder wie hoch sie Material aufschütten müssen. Straßen, Gleise und Flächen entstehen dadurch exakt nach Plan – ohne aufwändige manuelle Vermessung oder Absteckung. Das macht die Erd- und Gleisbauarbeiten besonders präzise und effizient und reduziert Nacharbeit sowie Materialverbrauch.

Weitere Informationen zum neuen ICE-Werk in Dortmund-Hafen unter: https://www.ice-werk-dortmund-hafen.de

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Außenanlagen für das ICE-Instandhaltungswerk in Dortmund-Hafen
Bildunterschrift:
WOLFF & MÜLLER baut die Außenanlagen für das ICE-Instandhaltungswerk in Dortmund-Hafen. Visualisierung, Quelle: Henn GmbH
Baustelle ICE-Werk Dortmund-Hafen
Bildunterschrift: Die Bauarbeiten für die Außenanlagen haben im September 2025 begonnen und sollen bis Ende Juni 2027 abgeschlossen sein.
Quelle: WOLFF & MÜLLER
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