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KELAG und Minol gründen Kelmin

Das gemeinsame Dienstleistungsunternehmen bietet integrierte Lösungen im Rahmen der Heizkostenabrechnungen für die Wohnungswirtschaft. Ein weiteres Ziel ist Smart Building: Die Kelmin will Gebäude und im nächsten Schritt auch Städte mittels LoRaWAN vernetzen.

November 2018: Wohnungsunternehmen, Vermieter und Verwalter in Österreich können ab sofort die Heizkostenabrechnungen für ihre Wohnungsnutzer von der Kelmin beziehen. Das Unternehmen wurde vom österreichweit tätigen Energiedienstleister KELAG Energie & Wärme und dem Immobiliendienstleister Minol gegründet, um die Wohnungswirtschaft und Kommunen bei effizienteren Prozessen und der digitalen Transformation zu unterstützen. „Mit der Kelmin erweitert die KELAG ihre Services für die Wohnungswirtschaft und bietet außer Wärme auch sämtliche Abrechnungs-Dienstleistungen auf Haus- und Wohnungsebene“, sagt Adolf Melcher, Geschäftsführer der KELAG Energie & Wärme GmbH. Verwalter müssen für Wärme und Abrechnung künftig nicht mehr Verträge mit unterschiedlichen Partnern abschließen, sondern können sich direkt an die Kelag Energie & Wärme wenden, die dann ein Gesamtpaket sicherstellt. „Wenn unser Kunde es möchte, verrechnen wir die Wärme- und Wasserkosten einschließlich der Mietgebühren für die Messtechnik sogar direkt mit den Wohnungsnutzern. Das entlastet die Verwalter“, ergänzt Michael Eichinger. Er bildet mit Alexander Jordan die Geschäftsführung der Kelmin.

Infrastruktur vernetzen

Die Kelmin steht für smarte Heizkostenabrechnungen mit dem Schwerpunkt Funkablesung. Das bedeutet, dass die Verbrauchswerte vorzugsweise außerhalb der Wohnungen erfasst werden und keine Termine vor Ort in den Wohnungen nötig sind – für die Hausbewohner ist das ein deutlicher Komfortgewinn. Zudem bietet die Kelmin Dienstleistungen in den Bereichen Smart Living, Smart Building und Smart City an. Diese Themen treibt das Mutterunternehmen der Minol, die Brunata-Minol-ZENNER-Gruppe, international intensiv voran. Sie hat sich in Österreich das Ziel gesetzt, das Internet der Dinge (Internet of Things, kurz IoT) und speziell die LoRaWAN-Funktechnologie (Long Range Wide Area Networks) gemeinsam mit der Kelmin für die Wohnungswirtschaft, aber auch für Stadtwerke und Kommunen, nutzbar zu machen. LoRaWAN-Netze können bei geringem Energieverbrauch viele Geräte und Sensoren einbinden, die einfach und komfortabel aus der Ferne auslesbar sind. Das gilt für die Technik innerhalb von Gebäuden – zum Beispiel Messgeräte, Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren, Rauchwarnmelder und Smart-Home-Systeme – wie auch für die kommunale Infrastruktur – zum Beispiel Sensoren für Straßenlaternen, Mülltonnen und Parkplätze. Die eingebundenen Objekte übertragen ihre Informationen an ein zentrales Gateway und von dort in eine sichere Cloud. So entstehen aus den Informationen webbasierte Anwendungen, die für viele unterschiedliche Zielgruppen hilfreich sind. „Mit rund 80 Fernwärmenetzen und mehr als 900 Heizzentralen in ganz Österreich bringt die KELAG Energie & Wärme viele Standorte für LoRaWAN-Netze als Grundlage für smarte Anwendungen in die strategische Kooperation mit der Brunata-Minol-ZENNER-Gruppe ein“, erläutert Melcher.

Webbasierte Anwendungen

Je nach Anwendungsfall bietet LoRaWAN verschiedene Möglichkeiten: Verwalter können die Verbrauchsentwicklung ihrer Liegenschaften verfolgen und die Energieversorgung optimieren. Hausbewohner bekommen per App laufend Verbrauchsinformationen zu ihrer Wohnung und werden so beim Energiesparen unterstützt. Kommunen können Umweltdaten erfassen, Zähler aus der Ferne ablesen und Parkflächen automatisiert überwachen. Weitere potenzielle Anwendungsfelder sind die Füllstands-Überwachung von Abfallbehältern oder Flüssigkeitstanks – damit können Ver- und Entsorgungsbetriebe die Routen ihrer Fahrzeuge optimal planen. „Typische kommunale Aufgaben wie die Straßenbeleuchtung, das Parkplatzmanagement oder die Überwachung von Feuerwehrzufahrten lassen sich mit LoRaWAN viel besser und effizienter erledigen“, erklärt Michael Eichinger. Einige solcher Projekte realisiert die Brunata-Minol-ZENNER-Gruppe bereits mit Kommunen in Deutschland. „Durch die vielen Standorte der KELAG Energie & Wärme wollen wir kurz- bis mittelfristig ein flächendeckendes LoRAWAN-Netz in Österreich aufbauen und die Kelmin als führenden Digitalisierungs-Partner für Wohnungswirtschaft, Gemeinden und Städte positionieren“, betont Alexander Jordan.

Know-how unter einem Dach

Mit der Gründung der Kelmin vervollständigt die KELAG Energie & Wärme ihre Wertschöpfungskette. „Bis jetzt haben wir Wärme erzeugt, verteilt und geliefert, nun können wir auch die Heizkostenabrechnung anbieten und uns von unseren Mitbewerbern deutlich abheben“, erläutert Geschäftsführer Adolf Melcher. In das gemeinsame Unternehmen Kelmin bringen beide Partner ihre Kernkompetenzen ein. „Wir sind die Spezialisten für Mess- und Systemtechnik, smarte Ablesung und Abrechnung sowie LoRaWAN-Services. Unser Partner KELAG Energie & Wärme konzentriert sich auf die Leistungen rund um die Wärmelieferung“, sagt Ralf Moysig, Geschäftsführer der Minol-Muttergesellschaft. Das neue Unternehmen stößt auf große Resonanz und hat bereits eine Reihe von Aufträgen bekommen. Zum Beispiel wird die Kelmin in einem Pilotprojekt in St. Veit an der Glan ab Frühling 2019 die Heizkostenabrechnung für rund 1.500 Wohnungen übernehmen.

Zwei innovative Unternehmensgruppen

Die KELAG-Gruppe versteht sich als grüner und innovativer Energiedienstleister, der die Energiewende aktiv mitgestaltet. „Wir erzeugen bereits heute rund 3,5 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbarer Energie – vorwiegend aus Wasserkraft – aber auch aus Windkraft und Photovoltaik“, erläutert Manfred Freitag, Vorstand der KELAG. „In Zukunft werden wir weiter in die Nutzung erneuerbarer Energieträger investieren. Dazu gehört aber nicht nur das Segment Strom, sondern auch Wärme. Unser Tochterunternehmen KELAG Energie & Wärme ist bei grüner Wärme führend in Österreich. Es freut mich, dass wir unsere Wertschöpfungskette im Geschäftsfeld Wärme nun mit der Kelmin vervollständigen können“. Die KELAG Energie & Wärme versorgt in Österreich aktuell rund 150.000 Wohnungen mit Wärme und richtet sich vor allem an große Wohnungsbau-Unternehmen. Sie ist seit mehr als 50 Jahren im österreichischen Markt tätig. Mehr als 60 Prozent der von der KELAG gelieferten Wärme stammt aus industrieller Abwärme und Biomasse, ist also grüne Wärme. Die Brunata-Minol-ZENNER-Gruppe ist im Bereich Messtechnik, Abrechnungen und LoRaWAN-Dienstleistungen international führend. Sie hat ihren Hauptsitz in Deutschland und ist in Österreich mit Minol-Niederlassungen in Salzburg, Villach und Wien vor Ort. Die Gruppe ist seit Jahren auf Wachstums- und Digitalisierungskurs und beteiligt sich an einigen Unternehmen im IoT-, LoRaWAN- und Software-Umfeld.

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Bildunterschrift: Effizientere Prozesse und neue Services dank LoRaWAN: Die vernetzten Objekte senden ihre Informationen an zentrale Gateways und vor dort aus in eine sichere Cloud. Das ermöglicht hilfreiche Anwendungen auf verschiedenen Endgeräten für die Wohnungswirtschaft, Hausbewohner, Stadtwerke und Kommunen. Quelle: Brunata/Minol/ZENNER

 

 

 

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