Snapchat ist eine Eintagsfliege, ein spektakulärer Misserfolg – und überhaupt, die Plattform hat keinen Wert fürs Marketing.“

Diese Aussagen kamen von einigen Marketingexperten vor noch nicht einmal vier Jahren. Heute hat Snapchat über 186 Millionen aktive Nutzer… Täglich!

Kein Wunder, dass Instagram und Facebook das Erfolgsmodell der Snapchat-Stories kurzerhand kopierten.

Aber was macht Snapchats, Instagram Stories und Facebook Stories eigentlich so besonders und erfolgreich?
Es sind die ephemeren Inhalte.

 

Die Angst etwas zu verpassen

Als „Ephemeral Media“ werden flüchtige Inhalte im Web bezeichnet. Der griechische Begriff „Ephemeros“ setzt sich aus den beiden Wörtern „eph“/“epi“ (auf) und „hemera“ (Tag) zusammen. Auf deutsch bedeutet das also „auf einen Tag beschränkt“.

Demnach werden Fotos, Videos oder Texte nicht mehr dauerhaft veröffentlicht. Vielmehr verschwinden sie innerhalb von 24 Stunden wieder von selbst.
 

Wieso funktioniert dieses Format?

Da stellt sich die Frage, warum die User solche Inhalte produzieren und konsumieren sollen oder wollen?
Hier spielen grundlegende psychologische Faktoren eine große Rolle.

Genau genommen liegt dem Verhalten das FOMO-Prinzip (Fear Of Missing Out) zugrunde, also die Angst, etwas zu verpassen.
Die Tatsache, dass der Inhalt morgen nicht mehr da sein wird, zwingt den User dazu, sich so schnell wie möglich damit zu beschäftigen.

Aus psychologischer Sicht, wird hier die Befriedigung unserer Grundbedürfnisse ausgenutzt: Der Wunsch nach Kontakt zu anderen Menschen und das Ziel, Teil einer starken Gruppe zu sein.
Deshalb enthält Ephemerer Content meist eine persönliche Note der es den Nutzern erleichtert, sich mit den Inhalten zu identi­fizieren.

Besonders Influencer haben dieses Prinzip perfektioniert. Gerade weil sie – scheinbar – spontan erstellten Content teilen, wirkt er besonders authentisch und dadurch anziehend.

 

Die Regelmäßigkeit macht’s

Da die Inhalte nach einer gewissen Zeit wieder verschwinden, müssen sie immer wieder erneuert werden. Konsistenz ist das Zauberwort, denn Nutzer neigen dazu, ihre Social-Media-Aktivitäten gewohnheitsmäßig zu gestalten. Durch regelmäßige Posts bleibt die Aufmerksamkeit der Follower erhalten.

Auch für die Unternehmenskommunikation und das Marketing sind ephemere Inhalte zunehmend interessant. Sie eignen sich gut, um etwa live von einer Messe zu berichten, Einblicke hinter die Kulissen zu gewähren und Mitarbeitende zeigen zu lassen, wie das Unter­nehmen funktioniert. Auch Rabattcodes für Produkte lassen sich so platzieren. Instagram Stories eignen sich hervorragend dafür, da sie sehr informell wirken.

 

Stories im B2B-Umfeld? Einfach ausprobieren!

Ephemere Geschichten zu erstellen ist schnell, einfach und macht Spaß. Sie zahlen auf das Image und die Marke ein. Kommunikatoren haben zudem einen großen Gestaltungsspielraum, indem sie Fotos oder Videos posten, Filter nutzen und Verlinkungen integrieren können. Probieren Sie es aus!

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